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Weipei

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1

Saturday, January 26th 2008, 2:49am

Hyong oder Poomsae?

Hi Leute,

ich würde gerne mal erfahren, wie Ihr das mit den Formen beim Taekwondo seht.
Ich habe damals Hyongs gelernt und damit auch meine Prüfungen abgelegt. Leider wurden 1999, zumindest in der WTF, die Hyongs abgeschafft und wir sollten Poomsae lernen.
Der angebliche Grund dafür war, dass Tkd olympische Disziplin wurde und man der interessierten Weltbevölkerung ein einheitliches System vorstellen wollte.
Ich kam mit den Hyongs besser klar und kurz vor meiner geplanten Danprüfung sollte ich nun alle Hyongs vergessen und 8 neue Formen erlernen. Ich komme damit nich klar und kenne auch einige die das selbe Problem haben.
Was haltet Ihr davon?
Wer aufhört besser zu werden, hört auf gut zu sein.

2

Saturday, January 26th 2008, 12:29pm

ich bin nicht dagegen und nicht dafür, dann brauche ich mich nicht zu entscheiden :ya: .

Wir sind mit Hyongs aufgewachsen und habe meine Kup und Dan Prüfungen mit Hyongs abgelegt und konnte 15 Hyongs Formen. Und sollte dann in Poomsae umstellen! Das geht nicht, habe es versucht und habe keine Zeit mich komplet umzustellen!Ich vermische dann Hyong und Poomsae in den verschiedenen Abläufen. Deswegen habe ich einen Verband gewählt, wo mir die alleinige Entscheidung selbst unterliegt ob ich Hyong oder Poomsae laufe.

Bei dir war, das vertal gewesen, da du kurz vor dem Meistergrad zugelassen warst für den Ablauf von Hyongs, ist es natürlich schwierig, dies im Einklang zu bringen. Ich habe mich entschieden keine Formen zu laufen, die Verbänden stellen mir zuviel um und man steht wieder, wie ein Anfänger dar :ff2: .



Mit sportlichen Grüssen taekwondo :&

Weipei

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3

Saturday, January 26th 2008, 12:34pm

Da geb ich dir 100% recht.
Ich steh heut mit meinem 1. Kup immer wieder wie ein Afänger da, weil ich Grüngürtel darum bitten muss mir die Formen zu zeigen und die sind mit Poomsae aufgewachsen und können sich garnicht vorstellen warum ich das nich auf die Reihe krieg.
Wer aufhört besser zu werden, hört auf gut zu sein.

Siu Loong

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4

Saturday, January 26th 2008, 12:55pm

Darf ich mal fragen, was der Unterschied zwieschen Hyong und poomse ist!
Gibt sind es einfach andere abläufe!
Ist das eine einfach moderner, als das andere?
Gab es die beiden schon immer pallel zu einander?
Oder hat das eine das andere ersetzt? Wenn, wieso?
Vielen dank!


Gruß

Pascal

Weipei

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5

Saturday, January 26th 2008, 1:10pm

Diese Formen gab es schon lange parralel nebeneinander aber es war verbandsabhängig welche Form man laufen musste.
Die Hyongs haben schöne saubere Grundtechniken und Schrittstellungen während die Poomsae so ne kurze Stellung dabei haben (sieht aus wie bei mäcces an der Theke in der Schlange).
Kannst Youtube mal schauen.

Muss leider weg nun später mehr.

Bis denne

Weipei
Wer aufhört besser zu werden, hört auf gut zu sein.

Siu Loong

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6

Saturday, January 26th 2008, 2:37pm

Diese Formen gab es schon lange parralel nebeneinander aber es war verbandsabhängig welche Form man laufen musste.

Was heisst laufen musste? Für Prüfungen, oder allgemein?
Wenn es beide parellel schon immer im TKD gab, wurden sie auch beide in den unterschiedlichen Verbänden uach Parallel unterrichtet und nur die eine wurde geprüft!
Oder haben die jeweiligen verbände immer nur eins von beiden Unterrichtet!

ich verstehe nicht, wo das problem ist, wenn beides doch zum TKD gehört, dann würde ich doch auch beides lernen wollen!
mal so ganz verbands unabhängig!;)


Gruß

7

Sunday, January 27th 2008, 12:49pm

Die Formen sind Verbands- und Stil,-Vereinsabhängig ob Hyongs, Poomsae oder sogar Tul gelaufen wird! Für Kup- und Dan Prüfungen sind Sie ein wichtiger Bestandteil bei vielen Verbänden, das man die Prüfung besteht. Also wird nur eine Form geprüft.

Einige offenen Stilunabhängige Verbänden oder Taekwondo Unterverbänden akzeptieren alle Formen, wie Hyongs,Poomsae oder Tul. Da darf man sich entscheiden, welche Formen du bei einer Prüfungen laufen möchtest. Man kann alle erlernen, wenn man daran Spaß und die nötige Zeit dazu hat. Alle Formen sind aufwendig um die zu Studieren. :su und Sie auch noch einwandfrei zu laufen. Jede Form hat seinen Ursprung und Geschichte, die sollte man nicht einfach außer acht lassen.Dann wird es schwer alle Formen zu verstehen!

Im traditonellen TaeKwon-Do wird grundsätzlich Hyongs gelaufen. Da sollte eigentlich nicht die Verbänden entscheiden dürfen, wenn er es vorschreibt, wie damals die DTU/NWTU auf Poomsae umzustellen, muss man auch so konsequent sein, den Verband zu wechseln, das man die Hyongs im traditonellen Sinne weiterfortführen möchte. Die ehemalige TaeKwon-Do Verein, wo ich aufgewachsen bin, hat sich gegen traditionellen Sinne verabschiedet um die DTU ihre tollen einfall ( Olympisch ) nachzugehen. Sie waren sich ja nicht einig, das beide Disziplinen, wie Hyongs oder Poomsae weiter parallel laufen zu lassen.

Mit sportlichen Grüssen taekwondo

Siu Loong

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8

Sunday, January 27th 2008, 1:27pm

Vielen dank für die Info! :ya:
Ziemlich verwirrend!

Gruß

Pascal

9

Sunday, January 27th 2008, 1:43pm

kein problem Siu Loong

das ist halt Verbandspolitik, was ich selbst nicht immer nachvollziehen kann. Ich witme mich einfach der traditonellen Sinne zu, das ist was mich wirklich interessiert um die Kampfkunst weiter zu verinnerlichen und weiterzugeben, der es möchte.

taekwondo

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10

Sunday, January 27th 2008, 6:35pm

Meine Gedanken zum Thema Hyong oder Poomsae

Hallo zusammen,

also generell finde ich - kann man nicht sagen dass eine bestimmte Form auch bestimmte Vorteile und/oder Nachteile hat. Ob man jetzt tiefer oder höher steht, ein Fauststoß ist ein Fauststoß und ein Kick ist ein Kick ob hoch oder tief - es kommt doch im Sinne der Selbstverteidigung halt auf mein Ziel an welches ich treffen möchte - entweder den Kopf oder die Knie.

Warum sich in den frühen 60er und 70er Jahren der Taekwon-Do/Judo Verband aufgelöst hat und angefangen hat sich in mehrere Verbände zu gliedern ist seher schwer nachzuvolziehen. Es gibt zwei bis 3 Homepages zum Taekwon-Do - wo man die Geschichte dazu mal nachlesen kann.

Diese sind:

www.taekwondo.de (das ist sowas wie eine federführende Welthomepage)

und

www.taekwon-do.de (das ist die Homepage von den Kwon Jae Hwa Taekwon-Do Verband)

Hier in dem Verband von Herrn Kwon Jae Hwa (7. DAN) werden noch ganz ausgepräögt und sehr stark die Hyongs gelaufen und auch von seinen Meistern und Großmeistern noch gelehrt !

Inzwischen gibt es aber auch wohl noch einen anderen koranischen Großmeister der in Zukunft wohl die Hyongs weiter unterrichten wird - auch in einem eigenen Verband - wenn ich das richtig verstehe. Das ist Großmeister Son Jong-Ho und die Homepage dieses Verbandes hat folgenden Link:

http://www.classic-taekwondo.de/

***

Zu foglender Aussage aus dem Forum möchte ich noch was schreiben:



Im traditonellen TaeKwon-Do wird grundsätzlich Hyongs gelaufen. Da sollte eigentlich nicht die Verbänden entscheiden dürfen, wenn er es vorschreibt, wie damals die DTU/NWTU auf Poomsae umzustellen, muss man auch so konsequent sein, den Verband zu wechseln, das man die Hyongs im traditonellen Sinne weiterfortführen möchte.

...

Ja zum Teil stimmt das und man kann den Verband wechseln - aber ich habe es auch erlebt dass Taekwon-Do Trainierende Hyongs und Poomsae laufen. Gemacht wird das dann zum Einenn in Privatschulen und zum Anderen in Vereinen. Ob das jetzt gut oder schlecht ist - kann sich ja jeder selbst überlegen und auch mal durch das Trainieren beider Disziplinen selbst festellen was besser gefällt und mehr Spaß macht.

Ich denke aber auch, dass sich viele Interessenten nicht so wirklich für das Formenlaufen interessieren und für Verbandspolitik im Allgemeinen. Viele wollen doch einfach nur trainieren und etwas für die körperliche Fitness tun und/oder Möglichkeiten lernen sich selbst gut verteidigen zu können und da bleibe ich dabei - ich denke "ein Fauststoß ist ein Fauststoß" oder ? - egal in welcher Disziplin er ausgeführt wird.

Was ich in den letzten Jahren auch mitbekommen habe ist wohl - dass sich in der Vergangenheit viele Großmeister von Kampfkünsten voneinander unterscheiden wollten und deshalb die Großmeister angefangen haben an bestimmten Formen Veränderungen durchzuführen und eigene Stilrichtungen entwickelt haben und so ist es wohl gekommen - wenn ich die Geschichte da richtig deute, dass in Südkorea und in Nordkorea (wo das Taekwon-Do ja her kommt) in dem einen Gebiet die Poomsae gelaufen werden und in dem anderen Gebiet noch immer die Hyongs. Hmm - warum sich das so entwickelt hat - da kann man dann auch darüber phillosophieren und die unterschiedlichsten Gründe dafür anführen oder ?

Wer sich ernsthaft noch intensiver dafür interessiert - kann mir ja mal mailen an:

kampfkunstkoerbaecher@yahoo.de

Gerne gebe ich mal Hinweise zu Literatur - die ich so dazu gelesen habe - damit ihr euch die auch kaufen könnt und die geschichtlichen Hintergründe - um die Entwicklung der Poomsae und die Erhaltung der Hyongs besser nachvollziehen zu können.

Wenn das dann alles gelesen und verstanden wurde - kann man dieses Thema ja noch mal erneut diskutieren - vielleicht dann aus anderen Perspektiven !

Schöne Grüße und viel Spaß beim Betreiben eurer ausgewählten Kampfkünste

Michael Körbächer (2.DAN)-Traditionelles Taekwon-Do

Johnny

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11

Sunday, January 27th 2008, 6:45pm

Hey Michael!

Ich kann zwar nicht mitreden , aber Herzlich Willkommen im Forum.

Beeindruckender erster Beitrag. Wirklich ne lange Schreibe.

Gruss Johnny
Many are good, you must be excellent !
www.johnnyeisenreich.ch

Siu Loong

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12

Sunday, January 27th 2008, 6:49pm

Hallo Michael,

und auch von mir ein "HERZLICH WILLKOMMEN" auf martial-world.com!
Vielen dank das du uns deine sicht der dinge mitgeteilt hast! Sehr interessant! Und wahrscheinlich hast du recht, um dort mitreden zu können, sollte man sich mit der TKD- geschichte auskennen!
ich wollte eigentlich nur wissen, wieso sich das geändert hat! Habe ja grob meine Antwort dazu bekommen!

Viel spaß noch!


Gruß

Pascal

13

Monday, January 28th 2008, 12:25am

Lieber Michael Körbächer,

herzlich willkommen auch von mir auf martial-world.com! Nicht umsonst sagt man hier Kampfkunstforum mit Niveau! Eine sehr interessante ausführlicher und Philosophischer Beitrag! :su :ss19: . Das wenige Schulen auch beide Formen laufen, ist auch nicht so tragisch, aber im traditionellen Sinne ist das "Hyong" . Ich denke das dies auch eine Auslegungssache ist. Philosophisch gesehen steht Taekwondo für vieles ein. "Fauststoß ist für mich nicht gleich Fauststoß". Taekwondo ist nicht gleich TaeKwon-Do. So sehe ich das! Deine Denkweise gefällt mir und man könnte dich fast hier einfkaufen!!! ;) .

Und einen herzlichen sportlichen Gruß dankend zurück.

Dieter Ortlepp aus Aachen

Weipei

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14

Tuesday, January 29th 2008, 12:04am

Guten Abend,

nun einer der Gründe warum mir die Hyongs eher zusagen ist der, dass man dort auch viel mehr Konzentrationsphasen hat. Sie sind komplexer, schöner und lassen zum Teil sogar Diskussionen über die Techniken zu. Ich war mal auf einem Formenlehrgang und dort hatte man mehrere Ansichten darüber wie den die 4. Form beginnt (war witzig denn ich wusste es). Auch die schrägen Wege gefielen mir besser. Es gab einfach mehr Abwechslung. Die ersten drei Poomsae ähneln sch so sehr, dass man ständig durcheinander kommt. Erst die 4. Form wird langsam interessant. Und genau das ist das Problem, denn das menschliche Gehirn nimmt Informationen die interessant sind leichter auf und das was uninteressant erscheint wird als Müll ausgefiltert. Um es doch zu behalten muss man es ständig wiederholen und wenn man sich bei den ersten drei Formen immer wieder verläuft machts noch weniger Spass.

Wie man evtl. schon bemerkt hat gefällt es mir auch wenn ein philosophischer Gedanke dahintersteckt und während die Poomsae einfach nur nach ihrer Reihenfolge benannt sind, hatten (oder besser haben) die Hyongs noch eine Bedeutung und sollen an Patrioten, heilige Berge, Mönche oder die Wiedervereinigung Koreas errinnern.


Bis denne

Weipei

P.s. Die ersten 3 Hyongs hab ich wieder drauf. :D
Wer aufhört besser zu werden, hört auf gut zu sein.

15

Tuesday, January 29th 2008, 1:04pm


P.s. Die ersten 3 Hyongs hab ich wieder drauf. :D
:su :D

darf ich mal vermuten, das du die von mir gelernt hast :P . Dann brauchst du die nächsten sechs Hyongs noch bei mir zu lernen, dann schicke ich nach einer kurzen check Prüfung meiner sei´s zur Meisterprüfung. :ss13:

Grüsse Dieter

Weipei

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16

Tuesday, January 29th 2008, 1:28pm

Hört sich gut an.
Aber ich brauch ja nich nur die Formen gerade bei deinem Verband bräuchte ich noch mehr SV-Übung ausserdem mangelt es am Geld.
Wer aufhört besser zu werden, hört auf gut zu sein.

17

Tuesday, January 29th 2008, 1:33pm

halloooooooooooooooo, noch ein paar irrelevanten ausreden mein Freund!!!! Ich werd sowieso dein Unterstützer und begleite dich bis zur Übergabe :ya: :D


Grüße Dieter

P.s.: darüber werden wir uns nochmal persönlich Unterhalten. Sonst wird das bei der XXX sowieso nichts.....

Siu Loong

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18

Saturday, March 22nd 2008, 1:24pm

@ mkoerbaecher

ich habe es mal verschoben und ein eigenes Thema draus gemacht!


:ya:

Gruß


Pascal

Naschkatze

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19

Sunday, July 6th 2008, 6:46pm

guten abend,

dieses thema ist spannend, aber teilweise empfinde ich aussagen als halbgar.

"die formen sind verbandsabhängig."

diese aussage mag ich so nicht unterschreiben. konkreter müsste es heissen

"die formen sind verbandsabhängig, WENN ich eine prüfung machen will, da sie dann verbindlich sind"

weiterhin stand oben, dass man bei einer prüfung 1 form laufen muss. dass stimmt auch nicht, je nach prüfung - gerade im höheren bereich - werden bis zu 3 formen (poomsae) abgefragt. interessant ist allerdings die differenzierung, wer mit welchen verband eigentlich gemeint ist. so kann ich bei einer dtu prüfung einen wtf urkunde bekommen, waehrend die wtf prüfung andere inhalte aufweist. das wuerde aber den rahmen dieses threads hier sprengen.

interessant finde ich zudem etwas anderes. die umstellung von hyong zu poomsae begann anno 1995 und es gab eine übergangsregel bis 1996, in der beiden formensystem in einer dtu prüfung gelaufen werden konnten. das ist 13 jahre her. wieso bereitet dies so vielen noch probleme? sollte sich das im laufe der zeit nicht schon geregelt haben? "nichts ist so stetig wie der wandel" so heisst es und bei jedem gegener muss ich mich neuen vorgaben und herausforderungen stellen. das soll im formen-training anders sein? ;-)

"die poomsae haben so eine komische kurze stellung"

stimmt, aber nur in den unteren formen, danach ist die ap-sogi absolut selten. andererseits habe ich auf der strasse noch nie jemanden in ap-gubi (lang) gesehen und auch viele andere kk praktizieren in der auseinandersetzung die kurze stellung. vergleiche *ing *ung, JKD, Kendo.. die liste ist beliebig veränderbar. das, was offensichtlich favorisiert wird, so wage ich zu behaupten, findet in eurer SV kaum verwendung, und dennoch wird es als "seltsam" tituliert.

insofern müsste die einführung dieser stellung auf zustimmung stossen, wenn es um Wettkampf und/oder Freikampf im TKD und die SV geht. dass das nicht so ist, ist für mich ein paradoxum, habt ihr dafür eine erläuterung?

"die ersten 3 formen sind so ähnlich"

ja, das sind sie. dafür ist der aufbau aber logischer als bei den hyong, die geklaute Katas sind. die il-yang finde ich toll, weil sie den einsatz aller drei blöcke anschaulich macht.

aber soll das training einfach sein? ähnlicher ablauf und ähnliche namen fordern ein hohes mass an konzentration und unter stress auch diversifikation. das ist für mich ein nicht zu unterschätzender faktor. dass die hyong vielfältiger erscheinen als die poomsae, das mag jeder für sich selbst entscheiden. aber es spricht weiterhin nichts dagegen, beide zu laufen.

bislang wurde aber noch nicht erwähnt, dass die formen sich weniger im ablauf unterscheiden, als in der ausführung der techniken. (hierbei seien die letzten zwei/drei jahre einmal unbetrachtet). hyong und poomsae unterschieden sich im grundtechnikbereich durch die verschiedenen arten der ausholbewegungen insbesondere der art des gegenzuges. die nähert sich mit der umsetzung der key-points wieder etwas an. ich bin verwundert, dass dies hier nicht erwähnung fand.

"die traditionelle ausführung der hyongs"

was ist damit gemeint? konkret habe ich deutsche meisterschaften im Verband von kjh besucht, training von traditionellen vereinen und meisterschaften der dtu. die traditionelle ausführung bei kjh bestand aus brennpunktlosen und verwaschenen techniken, wo das hauptgewicht auf schnelligkeit lag, kraft spielte keine rolle. bei der dtu kenne ich die brennglasartigen ausführungen, ein übermass an kraft, etwas langsamer, dafür aber mit kontrollierten und sauberen stellungen. bei den traditionellen vereinen kenne ich ein mittelmass der beiden extreme.

nur, was ist nun traditionell und vor allem, warum?

Quoted

Wie man evtl. schon bemerkt hat gefällt es mir auch wenn ein philosophischer Gedanke dahintersteckt und während die Poomsae einfach nur nach ihrer Reihenfolge benannt sind


tut mir leid, dass ist nicht korrekt. die poomsae 1-8 haben numerische bezeichnungen von 9-17 eigene namen. trotz der numerischen bezeichnungen haben auch (!) die ersten 8 formen einen philosophischen hintergrund. die heissen unter anderen auch "taegucks" weil die 4 diagramme in der ecken der der nationalfahne südkoreas (die heisst taegucki) als schrittdiagramme gelaufen werden. weiterhin hat jede form ein eigenes sinnbild: himmel, wasser, erde, feuer, luft...

"Fauststoß ist für mich nicht gleich Fauststoß"
"ein Fauststoß ist ein Fauststoß "

diese beiden aussagen stehen in diesem thread gegeneinander.

das witzige ist aber, dass ein fauststoss immer ein fauststoss ist, aber ich dummerweise oft durch die stellung eingeschränkt werde, ihn einzusetzen.

wenn ich mir ansehe, wie leute formen laufen - über alle verbände hinweg - dann kann ich nur hoffen, dass sie niemals mit der faust zuschlagen müssen. dies sage ich nicht aus überheblichkeit, sondern um darauf aufmerksam zu machen, dass das formentraining einen großen bestandteil der zeit einnimmt, aber viele taekwondoin es als theorie ansehen und nur nachmachen, statt zu senken und "korrekte" techniken zu machen.

das reicht erstmal für heute, schreibt

die Naschkatze :-)



... und freut sich auf weitere beiträge

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