Moin zusammen,
moin Giryu,
danke für deinen Beitrag
Meine persönlichen Kriterien an eine gute Kata sind die, dass man am
Ende einer Technik einen willentlich definiert/kontrollierten Endpunkt erkennen kann,
der aus dem Zusammenwirken von motorischer und vitaler Kraft ensteht.
Der Rhytmus sollte in sich logisch sein.
Weiterhin sollte anhand der Geschwindigkeiten und Pausen erkennbar sein, was der
Ausführende sich denkt und was er da tut und wofür die Techniken sind.
Desweiteren sollte der Körper nie verkrampft sein, sondern alle
Bewegungen müssen mit dem nötigen Mass an Spannung, Entspannung,
Krafteinsatz, Timing und Schnelligkeit ausgeführt werden.
Aber es darf wie (schon angedeutet) nicht in ein "Wettrennen" ausahten
denn in meinen Augen verliert die jeweilige Kata dadurch an Explosivität die für mich die Wirkung ausmacht.
Zur Kata gehört aber nicht nur das ausführen der jeweiligen Technik,
sondern es gehört ebenfalls dazu den Sinn der Technik zu verstehen den
Geist zu disziplinieren und die Energie zu fühlen.Wer einfach keine
Vorstellung davon hat was er da gerade tut und was das ganze bewirken
soll macht in meinen Augen fast das gleiche wie Tanzen, was ja nichts
schlimmes ist da ich selbst Jahre lang Leistungssport im Latein und
Standardtanz betrieben hab....nur hatte das ebenfalls nichts mit Kampf
zutun deswegen der von mir gewählte Vergleich
Also lange Reede kurzer Sinn

Für mich ist es wichtig die Persönlichkeit der ausführenden Person
erkennen zu können und zu sehen, dass der Karateka die Kata ganz ausfüllt.
Leider erfüllen viele Wettkampfkata keine meiner Kriterien was aber
nichts schlimmes ist solang ich selbst so nicht trainieren muss.
Aber es soll kein schmälern der Leistung sein die dort erbracht wird nur
sehe ich meinen Weg und den meiner Kata als einen völlig anderen.
Also in diesem Sinne
Sonnige Grüsse
Scorpius