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Wednesday, October 14th 2009, 7:29pm

Erfahrungsbericht Nahkampflehrgang

Aufgrund der Lehrgangserlebnisse bei den verschiedensten Seminaren (Wt, Systema, ATK, StreetFighting) in den letzten Monaten korrigiere ich hiermit meinen Erfahrungsbericht über das Seminar bei M.A.A.S. - Nahkampf, da ich da vielleicht etwas zu negativ gewertet habe! Alle Änderungen habe ich rot beigefügt, bzw. markiert!

Juri R.
Bitburg, den. 14.01.2010


Über mich:
38 Jahre alt,
7 Jahre Mitglied Sondereinheit russische Spezialpolizei,
12 Jahre Bundeswehr
Ausbilder für Sambo, Brazilian Jiu Jitsu, Muah Thai



Ich versuche hier weitestgehend eine objektive Berichterstattung über den Besuch bei verschiedenen Kampfkünsten darzustellen.
Hierbei ist nicht das Ziel Ausbildungsstätten oder Systeme negativ zu reduzieren, vielmehr soll ein Erfahrungsaustausch ermöglicht, bzw. ein Guide für Anfänger und Fortgeschrittene geschaffen werden!

Ich beginne chronologisch bei meinem letzten Besuch:

Hier war ich zu Gast bei M.A.A.S. - Nahkampf (www.maas-nahkampf.de) in Geislingen an der Steige. Das Lehrgangsthema war realistische Selbstverteidigung Basics.

Lehrgangsaufbau, Methodik / Wissensvermittlung:
Der Lehrgang war strukturiert und gut vorbereitet. Trotz dem Handzettel des Ausbilders wurde viel Wissen
effektiv vermittelt. Durch die teilnehmerzahlmäßig klein gehaltene Gruppe von 14 Personen war so eine übersichtliche Ausbildung ohne
größeren Lärmpegel möglich.

Räumlichkeiten:
Negative Bewertung hier deshalb, da der Trainingsraum nicht der Gepflegteste war und die Toiletten im Nebenraum auch gemuffelt haben. Außerdem war der Raum für die Teilnehmerzahl viel zu klein! Jedoch gab es hier zum Glück weniger Berührungspunkte, da der Lehrgang überwiegend im Freien abgehalten wurde.

Techniken:
Hier habe ich eine Vielzahl mir bisher noch nicht bekannter und einfacher Techniken gesehen. Vereinzelt sind mir abgewandelte Techniken aus dem militärischer Nahkampf aufgefallen. Von der Brauchbarkeit bzw. Effektivität würde ich diese im Vergleich zu meinen bisherigen Erfahrungswerten ins vordere Drittel einstufen, hier hat man sich anscheinend wirklich Gedanken gemacht.

Ausbilder:
Der Lehrgang wurde von dem Inhaber durchgeführt, es war jedoch ein weiterer Ausbilder vor Ort. Es wurde in lockerer Atmosphäre Wissen kompakt und angemessen vermittelt. Der Ausbilder ist auch jeden persönlich eingegangen und hat - im Vergleich zu dem ein oder anderen Seminar bei anderen Kampfkünsten - sich um jeden intensiv gekümmert. Negativ war das dieser keine bzw. nur eine geringe Auskunft bzgl. seiner Qualifizierung und seinem Kampfkunsthintergrund gibt. Viel erzählen könnte dieser den Teilnehmern also schon und keiner kann es nachprüfen! Mittlerweile wurde mir von Szenenkennern bestätigt, daß der Herr Konarek tatsächlich mit Spezialeinheiten trainiert/trainiert hat und auch einen prominenten Teilnehmerkreis betreut.

Kosten:
Der Preis war absolut angemessen, für 20,- EUR absolute Spitzenklasse.

Verpflegung:
Geschmackssache, es gab billige Lebensmittel. Wer auf 99 Cent Brot steht und kein Problem hat darauf eine billig Salami oder billig Käse zu legen hat wohl hier kein Problem - aber ich schon.

Teilnehmer:
13 Personen, gemischt, Männer und Frauen. Es waren keine Exoten oder verhaltensauffällige Personen anwesend. Leider war ein minderjähriger Teilnehmer dabei, das hat bei den hier gezeigten Techniken nicht ganz gepasst. Ich war auf dem ein oder anderen Fremdseminar teilweise SEHR erschrocken, was hier für Leute eingeladen wurden. Dies war in Geislingen nicht der Fall. Der Personenfilter funktioniert hier anscheinend sehr gut!

Fazit:
Trotz des (leider) paramilitärischen Auftretens (fast alle tragen eine Kampfhose oder Tarnmuster) war der Lehrgang gelungen.
Ich vergebe hier im Vergleich zu anderen Kampfkünsten die Note 1,6 und verstehe jetzt, warum der Inhaber keine Werbung für sein System braucht - denn es lebt ausschließlich von der Empfehlung und macht einen brauchbaren Eindruck!

Über Feedback würde ich mich sehr freuen! :ss19:

Der nächste "Kampfkunst-Test" folgt bald....



Euer Juri

This post has been edited 6 times, last edit by "FightKing" (Jan 14th 2010, 10:27am)


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Thursday, December 23rd 2010, 11:25am

Ein wirklich erlebnisreiches Probetraining im Wing Tsung in Köln. Da der Betreiber der Schule mir eine Klage angekündigt hat, vermeide ich vorerst die Benennung dieser Schule, bis das juristisch abgesegnet ist.


Aufbau der Unterrichtseinheit, Methodik / Wissenvermittlung:
Methodik und Didaktik negativ: Es erfolgten keinerlei Partnerübungen oder praktische Elemente. Schnell kam Langeweile auf, da wir immer nur mit den Armen in der Luft rumschlugen. Man sagte mir danach das sei immer so. Alle standen vor einem Spiegel und kämpften imaginär mit sich selbst. Wie das funktionieren soll, wenn mein Spiegelbildgegner die gleichen Techniken macht, fragte ich mich.


Räumlichkeiten:
Vorbildliche Räumlichkeiten, sauber, geordnet und groß genug. Toiletten und Sanitärräume topgepflegt! Das hat mich sehr staunen lassen.
Ich habe selten so eine schöne Schule gesehen!!! :su



Techniken:
Für das immer so groß beworbene und sagenumwobene WT konnte ich im Ansatz nur wenige brauchbare Techniken erkennen. Auf meine Fragen hin ob das auch funktioniere nannte man mir "Erlebnisse" aus der Praxis, welche sehr aufschneiderisch klangen.

Ausbilder:
Der Trainer, ein etwa 40jähriger Mann, stand schlecht gelaunt vor der Gruppe, der Frust breitete sich auch auf die Schüler aus. Er machte einen inkompetenten Eindruck, konnte seine Schüler nicht begeistern. Graduierungstechnisch gesehen ein Praktikergrad, das konnte man an der Urkunde an der Wand im Unkleideraum ersehen. Ein ehemaliger Judoka außerdem.

Kosten:
Der Monatsbeitrag von 50,- EUR ist normal angemessen, für das hier Erlebte aber meiner Meinung nach etwas teuer.

Teilnehmer:
Jung und alt war in der Trainingsstunde vertreten, das sollte man unbedingt trennen. Ich habe einmal mit einem 15jährigen trainiert, das geht überhaupt nicht!

Auch ein paar dunkle Gestalten trainierten mit, was die mit den gelernten Techniken auf der Straße machen möchte ich nicht wissen.

Fazit:
Das war ein Reinfall, von den Techniken bis zur Wissensvermittlung. Bin enttäuscht über Wing-Tsung, ehrlich!





Euer Juri :ss6:


Bitburg, 23.12.2010


PS: Im Januar geht es zu Aikido, da freue ich mich schon drauf :ff4:



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